Es gibt einige Begriffe, die immer in Verbindung mit Poker fallen. All-Ins, Tells, aber auch der berühmte Bluff. Ein wunder, dass andere Casinospiele noch nicht auf den Geschmack gekommen sind! Doch was genau ist das Konzept eines Bluffs eigentlich und wie kann er funktionieren? Zunächst einmal geben wir hier eine einfache Definition:

Ein Bluff ist eine Wette, die den Gegner glauben lässt man habe eine sehr gute Hand, obwohl das genaue Gegenteil der Fall ist.

Viele Spieler sind oft frustriert, wenn ihre „Bluffs“ einfach nicht funktionieren wollen und die Gegner immer ihre Wetten callen. Doch das ist ein wichtiger Punkt, denn ein Bluff kann nicht immer funktionieren.

Image

Nehmen wir einmal an Du spielst in einem Online Turnier gut mit und das Feld lichtet sich Spieler um Spieler. Du hast bisher alle möglichen Hände gespielt und manchmal auch wirklich Glück mit den Community Karten gehabt. Wenn Du nun also auf einmal hoch wettest, dann werden Deine Gegner sehr wahrscheinlich annehmen, dass Du einen Bluff versuchst. Du hast ein bestimmtes „Image“ an deinem Poker Tisch und wenn Deine Gegner Dir aufmerksam zu sehen, bekommen diese eine Idee welche Hände Du spielst und welche Hände Du wegwirfst. Doch es kommt keineswegs nur auf dein Image an, sondern vor allem auch auf Deinen Gegner. Wenn Du auf die Idee kommen solltest gegen einen sehr unberechenbaren Spieler zu bluffen, dann sollte es Dich wirklich nicht wundern, wenn er einfach called. Ein sicherer und stabiler Spieler wird derartige Risiken eher umschiffen und auch darauf bedacht sein jede Hand sicher zu spielen.

Position

Dieser Punkt kann nicht hoch genug eingestuft werden. Wenn Du einen Bluff wagen willst, dann willst Du am besten die Dealer Position innehaben. Auf diese Weise kannst Du genau sehen, wie die anderen Gegner am Tisch reagieren. Jedoch gibt es kaum einen Punkt, der im Bezug mit Bluffs häufiger und heftiger unter den Spielern diskutiert wird. So denken viele Spieler genau anders und halten einen Bluff in einer frühen Position für sehr viel glaubhafter. Wenn Du jedoch Dealer bist, dann läufst Du Gefahr dass Dein Gegner denkt, dass Du nur die Blinds abgreifen willst und gar keine Hand hast.

Einsätze

Auch die Höhe Deiner Wetten bei Bluffs sollte stets genau überdacht werden. Nehmen wir als Beispiel an im Pot sind $100 und Du wettest auf einmal $300. Diese Summe ist sehr hoch und wird daher viele Gegner sehr stutzig machen. Eine genaue Regel gibt es natürlich hier auch nicht, aber als Faustregel sollte man sich merken nicht mehr als 50% des Pots zu wetten.

Fazit

Das Bluffen ist eine Fertigkeit, welches viele Spieler nutzen und nur wenige zur Perfektion gemacht haben. Spieler wie der Amerikaner Phil Ivey sind dabei ein gutes Beispiel wie weit ein solches Konzept getragen werden kann. Mit keinem Tell, der einen verraten kann, spielt Ivey jede Hand genau gleich und seine Gegner verzweifeln nicht selten an dieser Miene aus Eis. Wenn Du also selbst das Bluffen üben willst, so solltest Du besser genau darauf achten Deine Mimik und Gestik genauestens zu kennen. Jede Art von Tell kann in einer solchen Situation sonst zum Verlust führen.